Spatenstich in der Rommersdorfer Straße startet Verkehrswende

Bürgermeister Otto Neuhoff zählt auf Unterstützung beim Spatenstich in der Rommersdorfer Straße.

Bad Honnef. Seit Anfang September laufen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Rommersdorfer Straße. Aufgrund der Lage und der Bedeutung der Straße und auch durch die komplette Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen ist die Baustelle vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen in der Innenstadt. Bürgermeister Otto Neuhoff traf am vergangenen Freitag alle Beteiligten zum offiziellen Spatentisch an der Rommersdorfer Straße und betonte: „Die Baumaßnahme ist ein sehr komplexes und schwieriges Projekt.“ Diese stehe als Synonym für die Verkehrswende in Bad Honnef. Dazu zähle vor allem die neue Aufteilung für alle Verkehrsteilnehmer. Aktuell sei der Bürgersteig nicht nutzbar. Gut zwei Drittel des Straßenraumes nutze der motorisierte Verkehr, nur ein Drittel verbleibe bislang für Fußgänger und Radfahrer.

Die Bauarbeiten haben am Montag, 02. September 2024 an der Ecke Bergstraße/Markt mit einem 1. Teilabschnitt begonnen und werden später in weiteren Teilabschnitten bis zur Bismarckstraße fortgeführt. Für den Zeitraum der Arbeiten ist dieser Abschnitt komplett für den Verkehr gesperrt. Die Anlieger erreichen Ihre Grundstücke nur fußläufig und werden gebeten ihre Fahrzeuge anderweitig abzustellen.

Für den motorisierten Verkehr ist die Rommersdorfer Straße über den Rheingoldweg erreichbar. Für die Bauabwicklung wird die Einbahnstraßenregelung im Rheingoldweg umgedreht, sodass diese von der Reichenberger Straße aus befahren werden kann.

Die Clemens-Adams-Straße wird ebenfalls gesperrt und ist nur für den Liefer- und Anliegerverkehr befahrbar.

Bevor der eigentliche Straßenausbau beginnt, werden die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Die Bad Honnef AG erneuert dazu die Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Auch die Telekom AG wird den Glasfaserausbau hier weiterführen. Anschließend wird die öffentliche Kanalisation durch das Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef erneuert, bevor dann abschließend der Straßenausbau erfolgen kann.

Im Detail bedeutet das: „Die teilweise 90 Jahre alte Kanalisation wird auf die heutigen Anforderungen angepasst. Teilweise wird das Gefälle in gedreht, so dass nur noch ein kleiner Teil der Abwässer Richtung Markt läuft“, erklärt Martin Leischner vom Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef. „Die Kanalerneuerung ist für den Bürger beitragsfrei, lediglich wenn an der privaten Hausentwässerung Änderungen notwendig werden, entstehen für den Eigentümer Kosten.“ Dies betrifft insbesondere die Fälle, bei denen Regenfallleitungen noch nicht an den Kanal angeschlossen sind, sondern noch direkt auf die Straßenoberfläche entwässern. Auch wenn noch kein satzungsgemäß vorgeschriebener Revisionsschacht oder keine Rückstausicherung vorhanden ist muss nachgebessert werden. Das Abwasserwerk bietet diesbezüglich Hilfe an und unterstützt die Hauseigentümer auch vor Ort.

Alle Anlieger wurden vom Abwasserwerk im Juli hinsichtlich der Hausanschlüsse separat bereits angeschrieben.

Es wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten, zuzüglich der Maßnahmen für den Glasfaserausbau gerechnet, so dass die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2026 abgeschlossen sein werden.

 

Für den Straßenausbau investiert die Stadtverwaltung insgesamt rund 1,95 Millionen Euro. Anstelle einer Beteiligung durch die Anlieger wird die Stadtverwaltung die Förderung der Beiträge für den Ausbau der kommunalen Straßen mit rund 1,1 Millionen Euro zu 100 Prozent beim Land beantragen. Der Antrag kann aber erst nach der erfolgten Baumaßnahme eingereicht werden. Das gesamte Auftragsvolumen für das mit den Bauarbeiten beauftragte Tiefbauunternehmen für alle Gewerke bei der Firma Walter Feickert GmbH aus Weilburg/Lahn beträgt etwa 3,7 Mio. €.

„Die Beeinträchtigungen für die Anlieger, und zwar nicht nur die direkt betroffenen, sondern auch für die in den angrenzenden Straßen, werden erheblich sein“, sagte Jutta Schmidt, Fachdienst Tiefbau Stadt Bad Honnef. Da aber die gesamte Infrastruktur erneuert werde, dürfte in den nächsten Jahrzehnten hier keine weitere größere Baumaßnahme mehr stattfinden.

Da die Rommersdorfer Straße durch die angrenzende Bebauung, mit diversen Baustilen, Materialien und Farben, bereits eine sehr „bunte Straße“ darstellt, wird die Oberflächengestaltung optisch an die Außenanlagen von St. Josef angepasst und in Pflasterbauweise hergestellt.

Zur Abgrenzung der Fahrbahn von den Randbereichen und zur Hervorhebung der Kreuzungsbereiche wird das Betonsteinpflaster in unterschiedlichen Farben hergestellt. Die Rand- und Kreuzungsbereiche werden hellgrau gepflastert und die Fahrgasse in anthrazit. Der Bereich vor der Gesamtschule St. Josef soll als Platzfläche gestaltet werden.

Dies alles sind Maßnahmen, die für eine Verkehrswende in der Innenstadt von Bad Honnef stehen. Als Leitziele für die Straßenplanung „Rund um St. Josef“ gelten generell die Ansätze für einen klima- und lebensfreundlichen Stadtraum mit umweltschonender Mobilität.

 

Immer richtig informiert bleiben

Der detaillierte Plan, für die ab dem 02. September 2024 gültige Verkehrsführung für den ersten Teilabschnitt, wird über die Internetseite der Stadt Bad Honnef in der Rubrik „Rommersdorfer Straße, 1. Bauabschnitt“ mit der Überschrift „Verkehrsführung und Ausbauplanung“ unter

https://meinbadhonnef.de/planen-bauen-umwelt/strassen/

veröffentlicht. Dort sind auch die aktuellen Ausbaupläne zum geplanten Straßenausbau abgelegt.

Diese Verkehrsführung wird voraussichtlich bis März 2025 eingerichtet bleiben.

Im weiteren Verlauf der Baustelle wird es je nach Baufortschritt weitere Änderungen der Verkehrsführung und erforderliche Sperrungen von Teilabschnitten geben. Durch die Arbeiten im Bestand und auch witterungsbedingt lässt sich so ein Bauvorhaben zeitlich nicht detaillierter planen. Die Stadtverwaltung wird die Anlieger weiter informieren.

Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten den Baustellenbereich zu umfahren.

Die Müllabfuhr ist weiterhin gewährleistet.

Business-Frühstück

Barcamp

Barcamp Nachhaltige Zukunft

27. September 2024, 10:00–16:00 Uhr, Haus der Bildung, Bonn

Bei dem offenen Wissens- und Ideenaustausch wollen wir uns mit Nachhaltigkeit im lokalen/regionalen Kontext beschäftigen: Wie können wir nachhaltig(er) leben? Was können wir als Gesellschaft tun? Welchen Beitrag kann die Wirtschaft leisten? Welche Startups beschäftigen sich mit nachhaltigen Themen?

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Gute Gespräche und wichtige Impulse: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besuchte die Innenstadt und das Stadion am Menzenberg 

Miriam Brackelsberg, Leiterin der Wirtschaftsförderung, erklärt NRW-Ministerin Ina Scharrenbach den aktuellen Sachstand des Förderprojektes in der Innenstadt.

Ob Sanierung und Modernisierung des Stadions am Menzenberg oder Neuansiedlungen in den Leerständen der Innenstadt: ohne tatkräftige Unterstützung und Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen wären große Infrastruktur- und Zukunftsprojekte der Stadt Bad Honnef nicht zu stemmen. Ein wichtiger Fördergeber ist das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen von Ministerin Ina Scharrenbach. Im August kam die Ministerin persönlich in die Stadt, um sich vom Erfolg der geförderten Projekte am Menzenberg und in der Innenstadt zu überzeugen – ein Besuch, der mit guten Gesprächen, Neugierde und wichtigen Impulsen in bester Erinnerung bleiben wird, dankt Bürgermeister Otto Neuhoff rückblickend. 

Bereits im August 2022 hatte Ministerin Ina Scharrenbach die Stadt Bad Honnef anlässlich des Festaktes “1100 Jahre Bad Honnef” besucht, ihre Glückwünsche zum Jubiläum ausgesprochen und mit Bürgermeister Otto Neuhoff über Herausforderungen kommunaler Infrastrukturprojekte gesprochen. In den Folgejahren hat sich die Stadt sowohl für das Förderprogramm “Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren” zur Stärkung der Innenstadt als auch für das “Städtebauförderprogramm 2023” zur Sanierung des Stadions am Menzenberg erfolgreich bewerben können. Auf Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald ist nun ein erneuter Besuch von Ministerin Ina Scharrenbach vereinbart worden. 

Bürgermeister Otto Neuhoff, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Wirtschaftsförderin Miriam Brackelsberg und der CDU-Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald sprachen über die Bedeutung der Neuansiedlungen für die Innenstadt.

Zunächst informierte sich die Ministerin in der Innenstadt über die Ansiedlungserfolge durch das Förderprogramm “Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren”. Miriam Brackelsberg, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Honnef, erläuterte der Ministerin den aktuellen Stand der genutzten Förderung. Am Kirchplatz stellte hierzu der Innenstadtbeirat vor, der Bewerber für Neuansiedlungen prüft. Anschließend gab die Stadt Bad Honnef während des Besuchs des Ladenlokals an der Kirchstraße 9 die nunmehr dritte von sechs geförderten Neuansiedlungen bekannt. Bereits erfolgreich neu angesiedelt haben sich dank der Förderung ein Yogastudio an der Hauptstraße 72a und ein Modefachgeschäft an der Hauptstraße 56, die ebenfalls von der Ministerin besucht wurden. 

Anschließend wurde der Rundgang der Ministerin im Stadion am Menzenberg fortgesetzt: nach der energetischen und baulichen Sanierung der benachbarten Sporthalle laufen derzeit die Vorbereitungen für die umfangreiche Sanierung des Stadions, dass sowohl im Schul- als auch im Breiten- und Leistungssport von hoher Bedeutung ist. Herausgefordert wird die Sanierung von Bewegungen im Untergrund des Areals, das früher als Müllhalde genutzt worden war. 

Dank der Förderung des Landes kann das Stadion am Menzenberg bald aufwendig saniert und modernisiert werden.

 

Rentenberatung der Deutschen Rentenversicherung am Dienstag, den 10. September 2024

Die nächste Rentenberatung der Deutschen Rentenversicherung findet am Dienstag, den 10. September 2024 in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, Raum Aranka statt. Ansprechpartner ist Konrad Höffken.

Weitere Termine können telefonisch vereinbart werden unter 02224 / 184-140. Außerhalb der Sprechstunde steht der Fachdienst Soziales, Integration und Ehrenamt der Stadt Bad Honnef zur Verfügung.

Wie angenehm ist Radfahren in Bad Honnef? Von Sicherheit und Verbesserungspotenzial wird die Zufriedenheit ermittelt.

Bad Honnef. Ab sofort startet der Fahrradklima-Test 2024 des ADFC, Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Die Umfrage ermittelt den Zufriedenheits-Index der Radfahrenden in Deutschland. Im vergangenen Jahr konnte sich die Stadt Bad Honnef bereits den 3. Platz im kreisweiten Vergleich des Rhein-Sieg-Kreises sichern. Insgesamt führte die Bewertung zu einer Auszeichnung in Berlin zusammen mit der Stadt Bonn als beste „Aufholer“ bei der fahrradfreundlichen Stadtentwicklung. Die Umfrage wird alle zwei Jahre durchgeführt. Per Fragebogen beurteilen Teilnehmende von 01. September bis 30. November 2024, ob beispielsweise Radwege im Winter geräumt werden oder ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der ADFC stellt in der Umfrage 2024 erneut fünf Fragen zu einem Schwerpunktthema; dieses lautet: „Das Miteinander im Verkehr“. Wie stark beeinflussen Konflikte den Straßenverkehr? Was tun Städte und Gemeinden dafür, um das Miteinander zu verbessern? Der ADFC möchte wissen, welche Maßnahmen wirklich helfen und im Idealfall Orte in Deutschland finden, in denen das Miteinander gut funktioniert.

Die Ergebnisse geben Verkehrsplanende und politisch Verantwortliche lebensnahe Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den ADFC-Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans.

Nach der Auszeichnung des letzten Fahrradklima-Tests ist vor allem Bürgermeister Otto Neuhoff gespannt, wie sich die Verbesserungen anhand der Meinungen der Bürgerinnen und Bürger auf die Zufriedenheit auswirken. „Wir sind gespannt, inwiefern wir mehr Menschen zum Radfahren bringen konnten.“ Unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der ADFC-Experten wurde ein umfangreiches Radverkehrskonzept ausgearbeitet. Dieses beinhaltete neben vielen kleinen baulichen Verbesserungen und der Schaffung von mehr Abstellmöglichkeiten mit den „Bad Honnefer Nadeln“ auch die Durchführung von Veranstaltungen wie dem autofreien Schmelztal oder dem Stadtradeln.

 

Der ADFC Fahrradklima-Test kann bis 30. November 2024 unter https://fahrradklima-test.adfc.de/teilnahme ausgefüllt werden.

Eine Woche Schulstraßen in Bad Honnef: mehr Sicherheit vor den Schulen und kleinere Nachjustierungen auf Nebenstraßen

Bad Honnef. Pünktlich zum Schuljahresbeginn hatte die Stadt Bad Honnef, wie angekündigt, auf der Rommersdorfer Straße im Umfeld der Löwenburgschule und des Siebengebirgsgymnasiums sowie der Burgwiesenstraße an der Theodor-Weinz-Schule in Aegidienberg zwei sogenannte Schulstraßen eingerichtet: Montags bis freitags gilt auf in der Burgwiesenstraße zwischen 07:15 Uhr und 08:15 Uhr sowie in der Rommersdorfer Straße im Bereich der Schule zwischen 07:30 und 08:00 Uhr sowie zwischen 12:00 und 13:30 Uhr ein Verbot zum Befahren mit motorisierten Kraftfahrzeugen. Anwohner sowie Lehrpersonal mit entsprechender Sondererlaubnis sind von dem Verbot ausgenommen.

Eine Woche nach der Einrichtung der Schulstraßen zieht Bürgermeister Otto Neuhoff eine positive Bilanz: „Mit diesem Pilotversuch folgen wir dem ausdrücklichen Wunsch der Schüler, Eltern und Lehrer und wir sehen, dass das gesteckte Ziel in beiden Straßen bereits jetzt erreicht wird: das gefährliche Gedränge mit Autos, die anhalten oder rangieren müssen, und Kindern, die mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen, ist praktisch verschwunden.“ Zwar hat es in den ersten Tagen des Pilotprojekts, wie erwartet, Verlagerungen der Autos im Hol- und Bringverkehr in Nebenstraßen gegeben, jedoch halte die Stadt dies genau im Blick, betont Neuhoff: „Wir werden die Erkenntnisse sammeln, wie sich die Verkehrsdinge neu ordnen werden. Wasser sucht sich bekanntlich seinen Weg – Autofahrer tun dies auch.“

So berichtet das Ordnungsamt, dass es im Bereich der Rommersdorfer Straße keine nennenswerten Beschwerden aus der Bürgerschaft gibt und sich Eltern wie Lehrer an die Sperrung gewöhnt haben. Einige Eltern lassen ihre Kinder nun auf der Rommersdorfer Straße Ecke Bismarckstraße aussteigen – hier und auch an der Wilhelmstraße werde man die Entwicklungen genau im Auge behalten.

Im Bereich der Burgwiesenstraße in Aegidienberg hat die Einrichtung der Schulstraße zur Verlagerung der Eltern-Taxis auf die Theodor-Weinz-Straße und den Wiesenhang geführt, an dem auch ein als Gehweg für Schüler gedachter Pflasterstreifen zugeparkt wurde. Hier hat das Ordnungsamt Absperrschranken aufgestellt, um das Pflaster von Autos freizuhalten und das Halten und Parken auf die asphaltierte Straßenfläche zu verlagern. Außerdem wird das Ordnungsamt auch in den kommenden Wochen morgens vor Ort sein.

Der Versuch der Schulstraßen ist auf ein Jahr angelegt, erinnert Holger Heuser, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef: „Danach werden wir prüfen, ob die Schulstraßen dauerhaft eingerichtet bleiben. Das hängt auch vom geplanten OGS-Ausbau bzw. den ersten Ideen ab, zwischen der Löwenburgschule und dem SIBI einen Campus zu entwickeln.“ Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit unmittelbar vor den Schulen haben Schulstraßen auch weitere Mehrwerte, so Heuser: „Es geht auch darum, ein Bewusstsein für den Schulweg und die Verkehrssicherheit zu schaffen.“

Das Potenzial für Mehrwerte gilt auch für die nachhaltige Mobilität, ergänzt Bürgermeister Otto Neuhoff: „Ein Argument vieler Eltern, die Schulstraßen gefordert hatten, war, dass man bislang die Kinder allein deshalb nicht mit dem Rad zur Schule habe fahren lassen, weil es vor der Schule gefährlich eng mit den Autos sei. Das haben wir nun geändert und bislang durchweg gute Rückmeldungen erhalten.“

Bedarfsabfrage gestartet – neue Angebote im Bereich Frühe Hilfen/Präventiver Kinderschutz

Bad Honnef. Was brauchen Eltern und Familien tatsächlich in Bad Honnef? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote, welche Kursangebote sind sinnvoll? Diese und weitere Fragen führt die Bedarfsabfrage auf, die um Erfahrungen und Meinungen der Kinder, Eltern und Fachkräfte bittet. Anfang des Jahres 2024 wurde seitens der Netzwerkkoordinationsstelle Frühe Hilfen/präventiver Kinderschutz das Programm „kinder stark“ beim Land NRW beantragt. Aus den Fördermitteln soll jetzt zunächst eine Bedarfsabfrage bei Lehrkräften, Fachkräften sowie Eltern und Kindern der Grundschule in Aegidienberg erfolgen.

Anhand der Ergebnisse wird später dann ein Familienbüro eingerichtet, das sich an den Bedarfen der Zielgruppe orientiert und Familien bestmögliche Unterstützung bietet.

Im Jahr 2020 entstand deshalb im Kurhaus der Stadt bereits das Beratungszentrum Frühe Hilfe. In Aegidienberg werden trotz steigender Bevölkerungsentwicklung jedoch wenig Angebote vorgehalten. Daher sollen dort nun ebenfalls niedrigschwellige Angebote geschaffen werden, die an einem für Familien leicht erreichbaren Ort gebündelt werden.

Die Stadt Bad Honnef hat seit 2008 stetig den Bereich Frühe Hilfen/Präventiver Kinderschutz mit unterschiedlichen Trägern in der Stadt ausgebaut. Ziel der Koordinationsstelle ist es, entsprechend der Gesetzgebung ein präventives Angebot vorzuhalten, das von Eltern und Familien bei allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Erziehung ohne großen Aufwand genutzt werden kann.

 

Und so läuft die Online-Befragung

Die Bedarfsanalyse umfasst eine Online-Befragung, die sich an alle Bad Honnefer Familien und die Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Bildung und Beratung richtet. Die Befragung der Fachkräfte und Kinder erfolgt über die entsprechenden Einrichtungen.

Der Fragebogen an die Eltern kann zudem über den nachstehenden QR-Code in dem Portal Beteiligung NRW ausgefüllt werden.

 

Auch wenn sich das Angebot gezielt an Interessierte in Bad Honnef-Aegidienberg richten soll, darf jede Familie aus Bad Honnef mitmachen.

Je mehr Eltern, Familien, Kinder und Fachkräfte sich beteiligen, desto konkreter kann sich an den Bedarfen und Wünschen orientiert werden. Umso genauer erfolgt schließlich die Umsetzung für ein Familienbüro.

 

Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 13. Oktober 2024 möglich.

Wir freuen uns über eine rege Beteiligung.

 

Link zur Eltern-Befragung:

https://beteiligung.nrw.de/portal/badhonnef/beteiligung/themen/1008684?zugangscode=vfh96HQr

 

QR-Code zur Eltern-Befragung:

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich:

Stabsstelle Frühe Hilfen/präventiver Kinderschutz
Marion Kramer
Telefon: 02224 184 271
E-Mail: Marion.Kramer@bad-honnef.de

Bad Honnef radelt für ein gutes Klima: Stadtradeln geht in die nächste Runde

Bad Honnef. Seit 2008 treten Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Bad Honnef ist von Montag, den 02. September bis Sonntag, den 22. September 2024 mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle, die in Bad Honnef leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Bürgermeister Otto Neuhoff setzt als begeisterter Radfahrer täglich auf das Null-Emissions- Fahrzeug: „Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag für die eigene Gesundheit und zum Klimaschutz zu leisten.“

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann ein Stadtradeln-Team gründen, einer bestehenden Gruppe beitreten oder alleine mitmachen.

Auch das „Schulradeln“ findet im gleichen Zeitraum vom 02. bis 22. September 2024 wieder statt. Die Kampagne richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler unserer Grundschulen und weiterführenden Schulen. Gesucht wird die fahrradaktivste Schule. So geht’s:  Schülerinnen und Schüler sammeln ihre gefahrenen Radkilometer individuell oder als Klassenverband für das Schul-Team. Mitradeln und Kilometer sammeln können selbstverständlich auch Lehrkräfte und Eltern. Jeder gefahrene Kilometer zählt, egal ob Schulweg oder Freizeit.

Am einfachsten ist die Teilnahme, indem man die Stadtradeln-App aus einem App-Store herunterlädt. Mit der App können die geradelten Kilometer auch automatisch erfasst werden.

Am Sonntag, den 22. September 2024, endet die Aktion parallel zum „autofreien Schmelztal“. Hier können alle Radelnden noch einmal von 11 bis 17 Uhr ohne Autoverkehr ihre Kilometerstände aufbessern. Im vergangenen Jahr nutzten um die 2000 Teilnehmer das „autofreie Schmelztal“. Aufgrund der positiven Resonanz wird demnach die Schmelztalstraße erneut zwischen Aegidienberg und Bad Honnef-Tal für den motorisierten Verkehr durchgängig gesperrt. Durch den malerischen Wald führt die Strecke mit ihren Serpentinen vorbei an den Wanderparkplätzen, die wieder von Vereinen und Organisationen mit Informationsständen, Speisen, Getränken, Spielen für Groß und Klein und anderen Stationen bestückt werden. Die Aktion „autofreies Schmelztal“ ist Teil der Europäischen Mobilitätswoche, die bewusst dazu einlädt sich mit der Mobilität in Alltag und Freizeit auseinanderzusetzen und neue, nachhaltige Formen der Mobilität auszuprobieren.

Anmelden können sich Interessierte ab sofort jetzt unter https://www.stadtradeln.de/bad-honnef

Rückfragen beantwortet Anke Keller; Wirtschaftsförderung
Telefon: 02224/184-103
E-Mail: Anke.Keller@bad-honnef.de

Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern

Bad Honnef. Im Rahmen der Frühen Hilfen der Stadt Bad Honnef startet im September ein neuer Kurs „Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern“ im Familienzentrum NRW Bad Honnef, Aegidiusplatz 10. Mit diesem Angebot richtet sich die Ärztin und zertifizierte MBSR-Trainerin Dr. Christine Höflich nicht nur an Eltern, sondern auch an weitere Bezugspersonen von Kindern, die mehr Ruhe und Gelassenheit in den (Familien-)Alltag bringen wollen.

Denn das Eltern-Dasein bringt neben einer großen Veränderung und schönen Aspekten oftmals auch vielfältige Herausforderungen und Belastungen mit sich. Um letztgenannten besser begegnen zu können, gilt es, Eltern sowie Bezugspersonen in ihrer meist neuen Rolle zu unterstützen und sie in ihrer Beziehung zum Kind zu stärken. Dies ist Ziel des Kurses „Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern“, der auf dem bekannten MBSR-Programm nach Jon Kabat-Zinn basiert und speziell auf die Bedürfnisse und

Lebenssituation von Eltern angepasst wurde. So sollen in diesem Kurs durch Referate und praktische Übungen nicht nur die Selbstfürsorge und das eigene Körperbewusstsein gefördert, sondern auch hilfreiche Mittel zur Stressreduktion und zur Erkennung eigener Bedürfnisse vermittelt werden.

Der insgesamt acht Termine umfassende Kurs startet am Mittwoch, 11. September 2024 und endet am 20. November 2024.

Ein Informationsabend am Mittwoch, den 04. September 2024 ab 20:00h im Familienzentrum, klärt unverbindlich über die Kursinhalte auf.

Der Kurs wird ermöglicht durch die Frühen Hilfen der Stadt Bad Honnef, gefördert durch die Krankenkasse „Die Techniker“.

 

Weitere Informationen unter:

Dr. Christine Höflich
Ärztin/zertifizierte MBSR Trainerin
ch@achtsamkeit-mbsr-hoeflich.de

sowie auf der Homepage der Frühen Hilfen der Stadt Bad Honnef:

Verantwortlich:
Marion Kramer
Stabsstelle Frühe Hilfen & Präventiver Kinderschutz

Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef
Telefon: 02224 184 271
E-Mail: marion.kramer@bad-honnef.de

Service-Learning: Hitzekartierungen im Bad Honnefer Stadtgebiet

Bad Honnef. Schülerinnen und Schüler des städtischen Siebengebirgsgymnasiums, der Privatschule Schloss Hagerhof, der Gesamtschule Sankt Josef und des Nell-Breuning-Berufskollegs sind Ende August und Anfang September im Rahmen der schulischen Unterrichtszeiten wieder in Teams im Bad Honnefer Stadtgebiet unterwegs.

Mit Thermometern, Protokollen und einer eigens für die schulische Aktion eingerichteten App sind die Schülerinnen und Schüler zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs. Ihre Aufgabe ist es in Bad Honnefer Wohngebieten, Einkaufsstraßen, Parks, Höfen und auf Plätzen in 1,50 Metern Höhe die Temperatur der Luft zu messen und auf diese Weise besonders heiße Orte zu ermitteln. Als Zusatzinformationen geben sie die Exposition des Ortes, den Versiegelungsgrad der Flächen, die Albedo (Maß für die Helligkeit eines Körpers) und ggf. Besonderheiten wie Begrünung, Wasserflächen oder Schattenspender an. Die Messdaten werden in Beziehung zum aktuellen Wetterbericht gesetzt und in einem Geoinformationssystem gesammelt. Pädagoginnen und Pädagogen der Erdkundefachschaft werten die Ergebnisse mit Hilfe der städtischen IT-Spezialistin Sonja Courth im Nachgang der Aktion aus.

Diese nachhaltige Bildungsaktion ist ein Projekt des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ und wird dankenswerterweise schon im dritten Jahr mit finanzieller Unterstützung des LIONS Club Bad Honnef durchgeführt. Lehrkräfte und Netzwerkpartner sind von der Einzigartigkeit und dem Mehrwert des von Netzwerkkoordinatorin Maria-Elisabeth Loevenich initiierten Pilotprojektes überzeugt. „Auf diese Weise können unsere Schülerinnen und Schüler der Stadtgemeinschaft etwas zurückgeben. Sie können Unterrichtsinhalte auf ihren realen Nutzen überprüfen und sich für die Umsetzung sinnvoller Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel engagieren“, sagt Peter Pohlen, Pädagoge am Siebengebirgsgymnasium.

Die Messungen der vergangenen Jahre belegen bereits, dass auch Bad Honnef als Stadt allgemein eine Hitzeinsel ist. Darüber hinaus geben die ermittelten Messdaten ersten Aufschluss über besonders heiße Standorte in Bad Honnef. Projektverantwortliche und Pädagogen aus dem Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ arbeiten in jedem Jahr an der Verbesserung des methodischen Vorgehens und der Genauigkeit der Messdaten. Um die Motivation der über hundert Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Siebengebirgsgymnasiums zu stärken, hatte sich Arulini Klaar, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Gymnasiums, in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen und in der Bad Honnef AG (BHAG) einen Unterstützer zur Umsetzung ihrer Idee gefunden. Eisgutscheine sollten die Jugendlichen motivieren, möglichst viele und genaue Messungen durchzuführen. Bürgermeister Otto Neuhoff und LIONS CLUB Präsident Gerhard Kronisch konnten daher am vergangenen Freitag erste Tagessieger auf dem Rathausplatz verkünden. BHAG-Marketingreferent Gregor Schäfer übergab die Gutscheine an die ersten vier Schülerteams. Weitere Gutscheine werden in den kommenden Tagen ausgegeben werden, wenn die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Sankt Josef und des Nell-Breuning-Berufskollegs ihre Kartierungsarbeiten weiterführen und die Privatschule Schloss Hagerhof ihre Schultore für das Schuljahr 2024/25 öffnet. Die Eisgutscheine können im Brunnen-Cafe, Ecke Kirchstraße, in der Fußgängerzone von Bad Honnef eingelöst werden.

Erste, von Schülerinnen und Schülern in Workshops erarbeitete Maßnahmenvorschläge, zur Verhinderung von Hitzeinseln sind in der Zwischenzeit bereits mit Unterstützung des städtischen Fachbereiches Klima und Mobilität, des LIONS Club, der BHAG sowie der Seniorenvertretung der Stadt Bad Honnef auf den Weg gebracht. Dazu gehören kostenfreie „Refill-Stationen“ im Bad Honnefer Berg- und Talbereich, ein erster Trinkwasserspender auf dem Dreiecksplatz in der Innenstadt und die Pilotinstallation einer „Greenbox“ auf dem Schulgelände der Privatschule Schloss Hagerhof. Hier arbeiten Schülerteams an der Ausgestaltung und Installation eines begrünten, solar bewässerten, Schatten spendenden Ruheortes mit Sitzgelegenheit für Senioren. Zudem experimentieren die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit regionalen und saisonalen Kräuter- und Gemüsepflanzen, sondern auch mit durch Hitze vom Wachstum bedrohten und gegen Hitze resistenten Pflanzenarten.

Für den Herbst 2024 plant das Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ nicht nur die Installation weiterer Bienenwegstationen auf Schulhöfen und Aktionen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, sondern auch eine erneute direkte Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung der Stadt Bad Honnef, um einen weiteren Beitrag zur Erhaltung der bisher hohen Lebensqualität für jüngere und ältere Menschen in der Stadt auch in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels zu leisten.